News
-75 Grad in der Antarktis gemessen

-75 Grad in der Antarktis gemessen

Wir steuern in Deutschland – trotz des aktuellen Kälterückfalls – auf das warme Sommerhalbjahr zu, gegenteilig sind die Jahreszeiten bekanntlich auf der Südhalbkugel verteilt. In der Antarktis ist es derzeit aber trotz des nahenden Winters extrem kalt, heute wurden an der russischen Forschungsstation Vostok -75 Grad Celsius gemessen!

Die Vostok Station wurde 1957 eröffnet und dient seitdem russischen Forschern als Stützpunkt. Bis zum Südpol sind es noch rund 1300 km, fast genauso weit ist es bis zur nächsten Küste. Die Wetterstation von Vostok gehört mit Sicherheit zu den extremsten auf der ganzen Welt.

Die russische Forschungsstation Vostok in der Antarktis

Hier ein etwas älteres Foto der Station in der Eiswüste der Antarktis:

Nun ist es dort (die Station liegt im ewigen Eis auf einer Seehöhe von fast 3500 m) immer frostig, noch nie wurde eine höhere Temperatur als -14 Grad gemessen. Auch die tiefste je auf der Erde verlässlich gemesse Temperatur kann Vostok aufweisen. Am 21. Juli 1983, also während der Polarnacht, sanken die Temperaturen auf -89,2 Grad.

Wie man den langjährigen Mittelwerten entnehmen kann, betragen die Temperaturen jetzt im März dort durchschnittlich zwischen -62 Grad in der Nacht und -53 Grad tagsüber – nahezu unglaubliche Werte für uns Mitteleuropäer!

Seit wenigen Tagen wird aber selbst dieser eisige Mittelwert noch einmal deutlich unterschritten. Aber seht selbst, hier die Höchstwerte (Max) und Tiefstwerte (Min) seit Monatsbeginn an der Station Vostok. Seit gut einer Woche geht es mit den Temperaturen nur noch bergab, vergangene Nacht wurde schließlich eine Tiefsttemperatur von -74,7 Grad gemessen!

Seit Monatsbeginn eisige Kälte

Damit ist der Rekord für den Monat März an der Station Vostok nicht mehr fern. Er beträgt -75,0 Grad, aufgestellt am 17.03.1960.

Auch der Weltrekord für den Monat März ist aktuell in Reichweite, er liegt bei -76,1 Grad.

Ob diese Bestmarken noch geschlagen werden, zeigen die nächsten Tage.

Quelle Titelbild: pixabay