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Dubai: Überschwemmungen im Wüstenstaat durch künstliche Eingriffe?

Dubai: Überschwemmungen im Wüstenstaat durch künstliche Eingriffe?

Inzwischen scheint in Dubai wieder die Sonne, doch was die Vereinigten Arabischen Emirate am Freitag und über Nacht auf Samstag erlebt haben, kommt dort nur alle paar Jahre in dieser Intensität vor. Stundenlanger Starkregen führte zu Chaos, zwei Drittel des Jahresniederschlags fiel in kurzer Zeit und führte zu zahlreichen Überschwemmungen im Wüstenstaat. Offenbar hat man beim Regen künstlich nachgeholfen und es dabei ein wenig übertrieben.

Wenn es in der Region um Dubai und Abu Dhabi mal regnet, dann von Dezember bis März. Und wenn, dann ist der Niederschlag konvektiver Natur und fällt folglich auch mal kräftiger aus. Starkregen und auch mal Hagel ist im Wüstenstaat im Winter also durchaus möglich. Dennoch: im langjährigen Klimamittel sind es im Januar nur 10 l/m², im ganzen Jahr 94 l/m² an Niederschlag. In den letzten 24 Stunden hat es durch anhaltenden und phasenweise sehr kräftigen, von Gewittern durchsetzten Regen hingegen ganze 63 l/m² am Dubai International Airport gegeben – zwei Drittel des Jahresniederschlags.

Natürlich geht das in einer Gegend, die auf solche Wassermassen nicht vorbereitet ist, nicht ohne Komplikationen über die Bühne. Die Sheikh-Zayed-Road als wichtigste Straße der Stadt und Verbindung zu Abu Dhabi ist nach wie vor komplett gesperrt, der Flughafen als größter und wichtigster des Arabischen Raums war über Stunden dicht. Vielerorts steht das Wasser und auch ein Motorsport-Event war betroffen: das erste 24h-Rennen des Jahres musste mitten in der Nacht abgebrochen werden, da das Wasser auf der Strecke und in der Boxengasse kniehoch stand. Die nachfolgenden Bilder geben einen Eindruck:

Selbst schuld?

Ausgelöst wurden die Niederschläge durch einen kräftigen Höhentrog, ein begleitendes Bodentief verlagerte sich von der Mitte Saudi-Arabiens bis zum Süden von Iran. Verstärkt wurden sie jedoch offenbar mit Absicht durch die nationalen Behörden! Gemäß nachfolgendem Artikel hat die nationale Wetterbehörde ein so genanntes ‚cloud-seeding‘ bestätigt, also ein künstliches Einbringen von Silberjodid mittels Flugzeugen, um existierende Wolken zum abregnen zu bringen. In Anbetracht der Schäden und den genannten Behinderungen liegt die Vermutung nahe, dass man es hier ein wenig übertrieben hat. Mal ganz abgesehen davon, dass ein derartiger Eingriff in natürliche Prozesse umstritten ist.

Artikel der Gulf News, siehe Link
Artikel der Gulf News, siehe Link

https://gulfnews.com

 

 

Titelbild: Lahmgelegter Airport in Dubai @ https://twitter.com/bhimberone

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