News

Rekord-Blizzard legt die US-Ostküste lahm, 50 cm Schnee in New York

Ein massiver Blizzard hat die US-Ostküste mit bis zu 90 Zentimetern Neuschnee und Orkanböen lahmgelegt. Hunderttausende Haushalte waren ohne Strom, der Verkehr kam nahezu vollständig zum Erliegen.
Extremer Schneefall in New York City; Quelle: @mikesjak auf x.com
Extremer Schneefall in New York City; Quelle: @mikesjak auf x.com

Ein kräftiges Tiefdruckgebiet hat von Sonntag bis Montag enorme Schneemengen entlang des dicht besiedelten US-Ostkorridors gebracht. Von New York City bis in den Süden von Neuengland fielen verbreitet 60 bis 90 Zentimeter Neuschnee, begleitet von schweren Sturmböen bis zu 120 km/h. Stundenlange Whiteout-Bedingungen und meterhohe Schneeverwehungen ließen die Infrasturktur stillstehen. In fünf Bundesstaaten galten Fahrverbote, rund 500.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.

Wetterlage

Ausgelöst wurde das Extremereignis durch ein kräftiges Höhentief, das vom Mittleren Westen zur Ostküste zog. Daraus entwickelte sich vor der Küste ein rasch intensivierendes Tiefdruckgebiet, das feuchte Atlantikluft in eine vorhandene Kaltluftmasse führte. Diese Konstellation ist typisch für einen sogenannten Nor’easter. Ein kräftiges Küstentief an der US-Ostküste, das mit starken Nordostwinden einhergeht und im Winter häufig für heftige Schneestürme sorgt. In den stärksten Schneebändern fielen zeitweise bis zu 5–8 Zentimeter Schnee pro Stunde.

Rekordneuschnee

Besonders betroffen waren Rhode Island und Massachusetts mit bis zu 90 Zentimetern Neuschnee. In Providence wurde mit 84 Zentimetern ein neuer Allzeitrekord aufgestellt. Auch New York City verzeichnete mit bis zu 69 Zentimetern die höchsten Mengen seit 2016. Der schwere, nasse Schnee in Kombination mit Sturm ließ Bäume und Stromleitungen umstürzen, tausende Flüge wurden gestrichen und die Aufräumarbeiten werden noch mehrere Tage in Anspruch nehmen.