Kontrastreicher Februar 2026 in Deutschland
Ausgeprägte Gegensätze
Die Wetterlage war geprägt von einem kräftigen Hoch über Skandinavien und vielen Tiefs, die vom Atlantik her nach Westeuropa zogen. Damit war der Westen und Süden im Einflussbereich von atlantischen Fronten, während im Norden und Osten die kalte Luft aus dem Hoch vorherrschte. Somit ergeben sich dich markanten Abweichungen von teils mehr als +3 Grad im Südwesten und -2 Grad in Vorpommern. Über die Fläche gemittelt ergibt sich somit aber eine Abweichung von rund +1 Grad.

Eistage
Dabei gab es u.a. in Schwerin 11 Eistage und in Hamburg 9, während es in Düsseldorf, Frankfurt am Main und München deren 0 gab. Ein Eistag ist definitionsgemäß ein Tag, an dem das Thermometer nicht über 0,0 Grad hinauskommt.
Tiefstwerte
Der Monat begann vor allem in Vorpommern und der Uckermark sehr kalt, am 2. kam die Temperatur in Grambow nicht über -8,5 Grad hinaus. Auch einige Nächte waren sehr kalt, so etwa am 15. und 19. des Monats. In Dörnick in Schleswig-Holstein wurden in der Früh des 19. eine Temperatur von -16,6 Grad gemessen. Nur auf der Zugspitze war noch kälter mit -17,3 Grad.
Höchstwerte
Am Ende des Monats sorgte dann der erste Vorstoß an warmer Luft aus dem Südwesten verbreitet für neue Monatsrekorde an vielen Stationen, ohne jedoch den Allzeitrekord geknackt zu haben. Am 27. des Monats wurde an der Station Ohlsbach im Oberrheingraben 23 Grad gemessen.
Im Süden zu nass
Mit der beschriebenen Großwetterlage lässt sich auch die Niederschlagsverteilung erklären. Die angesprochenen Fronten versorgten den Süden und Südwesten regelmäßig mit Niederschlag, währten der Schnee und Eisregen im Norden und Osten für eine ausgeglichene Bilanz sorgten. Markant sind die Lees des Harzes und des Thüringer Waldes, hier war teils deutlich zu trocken. Der Norden vermisste die sonst üblichen Fronten, die von der Nordsee aufkommen und gewöhnlich hier für viel Regen sorgen.

Der Monat brachte durchaus auch einiges an Schnee. So gab es am 3. des Monats in Hessen ein markantes Ereignis mit lokal 10 bis 15 cm Neuschnee in wenigen Stunden. Aber auch in Schleswig-Holstein war der Schnee lange Zeit ein Thema. Die Reste der jeweiligen Fronten brachten immer wieder etwas Neuschnee, ehe sich in der letzten Woche des Monats auch hier die milde Luft durchsetzen konnte.


Zu trüb
Dies alles führte aber zu viel Bewölkung und somit ist es wenig verwunderlich, dass im Mittel rund ein Viertel weniger die Sonne schien, als üblich. Lediglich direkt an den Alpen gab es nahezu durchschnittlichen Sonnenschein.

Kein Orkan, aber Eisregen
Der Monat wird sicherlich in Erinnerung bleiben für die vielen Eisregenlagen, die vor allem zwischen dem Weserbergland und Ostfriesland sowie im Osten für teils wiederkehrende erhebliche Glätte sorgten. Besonders die erste Woche des Monats war hier außergewöhnlich und setzte die Lagen des Vormonats fort.
In Berlin und Brandenburg sind die Straßen von Eis überzogen. Und es sieht nicht so aus, als ob es tauen würde.#Blitzeis #Eisregen pic.twitter.com/qln4aIUes8
— Teddi 🐾 ⛰️ (@David68360996) February 5, 2026
Durch die oben beschriebene Wetterlage schaffte es kein kräftiges Tief nach Deutschland und somit blieben auch orkanartige oder Orkanböen im Flachland und selbst an den Küsten aus.
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