Meteorologischer Sommer 2026 endet warm und gewittrig
Aktuelle Situation
In den letzten Tagen ist auf der Rückseite einer Kaltfront und eines Tiefs, welches von Italien ins Baltikum gezogen ist, kühle Meeresluft vom Nordmeer her bis zu den Alpen geströmt. Diese hat am gestrigen Samstag verbreitet für deutlich unterdurchschnittliche Temperaturen gesorgt, ein seltener Anblick in diesem außergewöhnlichen Sommer.

Wetterentwicklung
Zu Wochenbeginn steigt der Luftdruck von den Britischen Inseln her schließlich wieder an, denn das Hoch STEFFEN zieht von den Britischen Inseln nach Skandinavien. Nachfolgend nimmt der Einfluss eines Biskaytiefs sukzessive zu, dessen Warmfront erreicht am Dienstag die Bundesrepublik. Mit dieser fließt schwül-warme bis heiße Luft ein. Diese ist instabil geschichtet und somit wird es wieder gewittrig. Generell dreht im Laufe der Woche die Strömung auf südliche Richtungen. Der Höhepunkt der Wärme/Hitze wird am Donnerstag erwartet, dann sind im Süden örtlich Werte nochmal bis zu 33 Grad zu erwarten.

Gewitterpotential
Dienstag
Die Warmfront macht sich im Südwesten von der Früh mit gewittrig durchsetztem Regen bemerkbar, der allmählich nord- bzw. nordostwärts vorankommt. In der dann eingeflossenen energiereichen Luft können sich über dem Schwarzwald und der schwäbischen Alb, sowie von der Schweiz her einzelne kräftige Gewitter ausbreiten. Dabei besteht dann die Gefahr von Starkregen, Hagel und Gewitterböen.

Mittwoch
Am nächsten Tag zieht die Warmfront weiter nordwärts und die Südhälfte sowie der Westen liegt im Einflussbereich der feucht-labilen Luftmasse. Von Beginn an ist teils gewittrig durchsetzter Regen bzw. später einzelne durchaus kräftige Schauer und Gewitter einzuplanen. Erneut besteht in deren Umfeld die Gefahr durch Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Donnerstag
Am Donnerstag nähert sich von Westen die Kaltfront an und in deren Vorfeld stellen sich nochmals (vielleicht letztmalig in diesem Jahr) sehr gute Bedingungen für heftige Schauer und Gewitter in der Westhälfte ein. In der feuchten-heißen Luft sind heftiger Starkregen, Hagel und Sturmböen zu erwarten. In der Nacht auf Freitag breiten sie sich voraussichtlich bis in den Norden aus.

Am Freitag erreicht schließlich von Westen die Kaltfront des Tiefs Deutschland und zieht in der Folge langsam ostwärts durch. Dabei besteht nochmals verbreitet Unwettergefahr.
Titelbild © unwetterfreaks