Stürmische Zeiten für West- und Mitteleuropa brechen an
1. Orkantief am Freitag
Nachdem sich Mitte des Monats die Überreste des ehemaligen Hurrikan ISAIAS vor Island zu einem mächtigen Orkantief entwickelten und derzeit noch ein Mittelmeertief ebendort für Gewitter samt Starkregen und Sturmböen sorgt (wir berichteten), bildet sich derzeit auf dem Atlantk das Tief LUISE (int. Austen).

Auf dem Bild von Mittwochnachmittag erkennt man knapp über der Mitte das sich noch im sog. Wellenstadium befindende Tief LUISE. Dies bedeutet, dass das Bodentief noch schwach ausgeprägt ist und der Warmsektor noch sehr große ist. Dies wird sich in den kommenden 24 Stunden deutlich ändern, wie die folgende Animation zeigt.

Das ausgebildete Tief wird dabei in der Nacht auf Freitag den Süden der Britischen Inseln sowie Frankreich beeinflussen. Hier sind an den Küsten von Corwall bis zur Bretagne und der Normandie Orkanböen zwischen 120 und 130 km/h und im angrenzenden Flachland Böen um 100 km/h zu erwarten. Über dem Meer deuten sich sogar extreme Orkanböen von über 150 km/h an. Auf der Rückseite des Tiefs werden am Freitag auch in Wales noch Böen um 100 km/h erwartet, zudem entlang des Ärmelkanals sowie abends auch lokal in Belgien.

Dann zieht das kleine Tief in Richtung Deutschland, wird dabei aber wieder schwächer. Immerhin sind aber im Westen und Südwesten eingangs der Nacht auf Samstag Sturmböen zu erwarten. Lokal sind im Westen auch schwere Sturmböen nicht ganz ausgeschlossen. Die Zugbahn ist dabei noch aber etwas unsicher. Größere Regenmengen sind mit dem Tief aber nicht zu erwarten.
2. Orkantief am Samstag
Während sich das erste Tief über der Bundesrepublik am Samstag allmählich auflöst, zieht vom Atlantik bereits das nächste Tief auf. Dieses soll wesentlich umfangreicher als LUISE werden und sich vor Schottland zu einem steuernden Orkantief entwickeln. Das Windfeld erstreckt sich dann über weite Teile der Nordsee und besonders an der deutschen Nordseeküste werden am Sonntag Böen um 100 km/h berechnet. Auch in den höheren Lagen der Mittelgebirge deuten sich Böen um 90 km/h an.
Deutlich größer sollten die Auswirkungen auf den Britischen Inseln sein, hier sind außer im Süden überregional Böen um 100 km/h zu erwarten, in Schottland regional auch deutlich über 120 km/h.

Titelbild: Achtung Sturm © pixabay.com