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Sturmtief FABIENNE nimmt Kurs auf die Südhälfte Deutschlands

Sturmtief FABIENNE nimmt Kurs auf die Südhälfte Deutschlands

Bereits am Freitag zieht die Kaltfront des Sturmtiefs ELENA mit Kern über der Nordsee über Deutschland hinweg, vorerst halten sich die Windspitzen aber noch in Grenzen. Am Sonntag zieht dann ausgehend vom Ärmelkanal ein weiteres Sturmtief auf, dieses trifft voraussichtlich mit voller Wucht auf die Südhälfte des Landes.

Am Freitag beendet die Kaltfront von Sturmtief ELENA das spätsommerliche Wetter in Mitteleuropa. Der Kern des Tiefs zieht allerdings in Richtung Norwegen, weshalb sich das Sturmfeld hauptsächlich auf Dänemark und die Südküste Norwegens beschränkt. Dennoch muss man auch in Deutschland mit stürmischen Böen rechnen: Von Niedersachsen und dem Münsterland bis nach Vorpommern und Nordbrandenburg lebt der Westwind stark, an der Nordsee auch stürmisch auf. Die Böen liegen meist zwischen 60 und 80 km/h, Sturmböen zeichnen sich mit Durchzug der Kaltfront zudem auch von Sachsen-Anhalt bis zur Niederlausitz ab. Schwere Sturmböen um 100 km/h sind im Bereich der Nordsee zu erwarten.

Unwettergefahr ab Sonntagabend

Nach einer vorübergehenden Wetterberuhigung kündigt sich am Sonntag ein weiteres Sturmtief an, welches den Namen FABIENNE erhalten wird. In der Nacht zum Montag zieht der Kern dieses Tiefs von West nach Ost über die Mitte Deutschlands hinweg. Es besteht zwar noch eine gewisse Unsicherheit über die exakte Zugbahn des Tiefkerns, bereits jetzt deuten aber vieles daraus hin, dass gebietsweise mit schweren Schäden zu rechnen ist. Laut dem Europäischen Wettermodell ECMWF zieht der Kern über NRW und Thüringen in Richtung Polen hinweg, andere setzten alles etwas weiter südlicher an mit einer Zugbahn über Franken in Richtung Tschechien. Dann würde natürlich auch das Hauptsturmfeld weiter südlich liegen.

Besonders in der Südhälfte drohen schwere Sturmböen
Die Prognose der Windböen Sonntagabend und -nacht (Stand: 21.9.18). © UBIMET

Orkanartige Böen Sonntagnacht

Aus heutiger Sicht trifft das Hauptsturmfeld auf die Regionen vom südlichen NRW über Hessen und Rheinland-Pfalz bis nach Bayern. Der Schwerpunkt verlagert von Sonntagabend bis Sonntagnacht vom Westen in den Süden des Landes, dabei muss man vielerorts mit teils orkanartigen Böen von 90 bis 110 km/h (Bft. 10 bzw. 11) rechnen, lokal sind in höheren Lagen sowie in Gewitternähe allerdings auch Orkanböen um 120 km/h (Bft. 12) nicht ausgeschlossen.

Gefahr von Windwurf

Da die meisten Bäume noch belaubt sind und somit größeren Windwiderstand bieten, ist die Gefahr von Windwurf besonders groß. Es drohen somit auch Stromausfälle sowie Behinderungen im öffentlichen Verkehr. Lokal kann es zudem auch zu Sichtbehinderungen durch aufgewirbelten Staub kommen. Am Montag zieht das Tief in Richtung Weißrussland ab und das Wetter beruhigt sich, allerdings zeichnet sich im Übergangsbereich zu einem kräftigen Hoch über den Britischen Inseln besonders im Norden und Osten des Landes noch teils starker Nordwestwind mit stürmischen Böen ab.


Titelbild: Wiesbaden112.de on VisualHunt / CC BY-NC-ND

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