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Sturmtief KIRSTEN

Sturmtief KIRSTEN

Wettertechnisch könnte man sagen gibt es heute ein geteiltes Deutschland mit gleichem Leid. Sturmtief Kirsten – für die aktuelle Jahreszeit in dieser Stärke durchaus ein unübliches Ereignis – hat nämlich das ganze Bundesgebiet fest im Griff, teils mit gewittrigen Schauern, überwiegend aber mit stürmischem Wind.

In den Morgenstunden lag der Kern von Sturmtief Kirsten noch knapp nordwestlich von Deutschland. Dennoch wurden in der Mitte und im Westen Deutschlands bereits die ersten stürmischen Böen gemessen. Inzwischen wurden fast landesweit verteilt schwere Sturmböen verzeichnet, auf dem Brocken in entsprechend exponierter Lage sogar in Orkanstärke.

Stärkste Windböen bis 12 Uhr

Die Verteilung zeigt, dass bis auf den äußersten Nordosten das ganze Bundesgebiet betroffen ist. Der kräftige Niederschlag hemmt hier noch das sogenannte „Runtermischen“ der Windböen, dh. der typischerweise in größeren Höhen auch stärkere Wind wird noch nicht bis zum Boden fortgepflanzt.

Windböen bis 11 Uhr

Auch im Satellitenbild kann man den Tiefdruckwirbel samt Frontensystem gut erkennen. Der Kern befand sich um 11 Uhr Ortszeit knapp westlich von Dänemark, die Okklusion zieht sich über die Nordsee weiter und die Kaltfront hat inzwischen Österreich erreicht.

Satbild 11 Uhr, Quelle: EUMETSAT

Sturmschäden

Weil zu dieser Jahreszeit die Bäume noch voll belaubt sind, bieten sie dem Wind eine entsprechend große Angriffsfläche. Die Sturmschäden fallen somit zahlreicher und stärker aus, als wenn Kirsten 2 Monate später über Deutschland ziehen würden.

Titelbild – Quelle: pixabay.com