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Weihnachtswetter ohne Überraschungspotential

Weihnachtswetter ohne Überraschungspotential

In einer Woche ist Weihnachten und die Wetteraussichten sind alles andere als weiß. Ein massiver Warmluftvorstoß zeichnet sich in den Wetterkarten ab, somit stehen die Chancen für idyllische, schneebedeckte Landschaften eher schlecht.

Aktuell liegt Deutschland an der Ostflanke des kräftigen Hochs ZAFIRA mit Zentrum über den Britischen Inseln. Beständiger Hochdruckeinfluss im Winter ist oft auch mit einer kompakten Hochnebeldecke verbunden, so wie wir sie auch in diesen Tagen erleben.  Hier ist exemplarisch die Wetterlage am Samstag dargestellt:

Bodendruckkarte und Bewölkung bzw. Niederschlag am Samstag, 18.12.2021. RACE-Modell @ UBIMET.

Am kommenden Sonntag zieht das Zentrum des Hochs etwas weiter nach Norden und zwischen diesem und einem ausgeprägten Tiefdruckgebiet über Westrussland gelangt Deutschland in eine Nordströmung. Mit dieser werden deutlich kältere Luftmassen herangeführt –  da sie relativ trocken sind, gibt es keine großen Auswirkungen auf unser Wetter.

Wetterumschwung

Richtung Heiligabend wird es aber wettertechnisch spannender, denn zur Wochenmitte schwächt sich der Hochdruckeinfluss über Westeuropa ab und ein Tief über dem Atlantik greift in unser Wettergeschehen ein. Am Donnerstag, den 23. Dezember gelangt Mitteleuropa allmählich in eine südwestliche Strömung und mit dieser gelangen nun mildere Luftmassen nach Deutschland. Dabei baut sich am Freitag (24. Dezember) eine Luftmassengrenze auf, die sich im Laufe des Tages quer über die Bundesrepublik von Südwest nach Nordost hinwegbewegt.

Animation der zu erwartenden Niederschlagsart um den Weihnachtstag herum. Quelle: ECMWF.

Entlang dieser fällt an ihrer Nordseite noch etwas Schnee, bevor sich unter dem Warmluftvorstoß aus dem Süden überall Regen durchsetzt. Von der Mitte des Landes nordwärts ist zudem im Laufe des Tages mit Glatteis durch gefrierenden Regen zu rechnen!

Am Weihnachtstag selbst wird ganz Deutschland dann von den relativ milden Luftmassen erfasst.

Äquivalentpotentielle Temperatur in etwa 1500 m Höhe am 25. Dezember, sie charakterisiert die Eigenschaften der Luftmasse – Orange bzw. rot stehen für milde und energiereichere, Blau bzw. Violet für kalte Luftmassen. Quelle: ECMWF, UBIMET

Ein Vergleich verschiedener Wettermodelle zeigt aus heutiger Sicht keine markanten Unterschiede, somit erwartet uns aller Voraussicht nach ein relativ mildes und zum Teil verregnetes Weihnachten.

Titelbild: www.pixabay.com